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Montag, 10. November 2014

SVÜ vs. Pommern - 1:6 nach Toren, das war nichts...

Nach den guten Auftritten in Zinnowitz, Ahlbeck un Wolgast mit immerhin 7 Punkten wollten die Hausherren auch gegen die Greifswalder Reserve einen "Großen" der KL Nord ärgern.

Doch die Vorzeichen standen schlecht: Zwar war Schäfer nach 2 Wochen wieder dabei, doch wichtige Stützen wie Joeks, M. Schultz, Ehrhardt und P. Bretzke fehlten. Damit waren die Flügel sowohl offensiv als auch defensiv komplett neu besetzt. Selbst Rechtsverteidiger Lüder verletzte sich beim Warmmachen. So musste der angeschlagene Braun in die Anfangself, selbst Routinier Heinz half heute aus. Zudem war kein gestandener Keeper parat, es musste extrem kurzfristig Winkelmann zwischen die Pfosten.

Dieser wurde dann recht früh (7.Min) von einem abgefälschten Fernschuss überrascht. Aber diesen Sonntagstreffer hätte wohl nur Neuer wieder rausgeholt. Sie's drum. Die Heimelf zeigte heute eines seiner besten Spiele und unterbrach mit zunehmender Spieldauer immer beser die Greifswalder Angriffsbemühungen. 110 % von jedem hatte Trainer Bensemann gefordert, und wirklich jeder hat diese heute gezeigt. Doch mitten in das Aufbäumen der Ückeritzer setzte Pommern einen gut getretenen Freistoß direkt vor Keeper Winkelmann. Irritiert von heranstürmenden Hansestädtern fand der Ball direkt den Weg in die Maschen - 0:2 nach 15 Minuten. Doch die Ückeritzer schien das nicht zu beeindrucken. Angetrieben von den zweikampfstarken Plötz und Stein wurden nun noch mehr Bälle im Zentrum gewonnen. Vor allem Rose konnte sich nach Ballgewinn laufstark auf den Außen durchsetzen.

Das Spiel wurde nun offener. "Hier hatten wir unsere beste Phase", konstatierte Co-Trainer Herrmann. Es lief schon die Nachspielzeit, als Mehling im Strafraum regelwidrig gestoppt wurde. Schäfer verwandelte zum längst verdienten Anschlusstreffer. In der Halbzeit wurde sich gegenseitig Mut zugesprochen und nochmal zum Angriff geblasen. Dies äußerte sich auch in den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte. Erneut Schäfer, aber auch Mehling, Rose und Youngster von Angern wirbelten die Greifswalder Defensive gehörig durcheinander. in der 50. Spielminute gab es dann erneut Aufregung im Gästestrafraum, doch die Pfeiffe des souveränen Schiedsrichters aus Krien blieb diesmal stumm.

Selbst nach dem 1:3, 5 Minuten später, gaben sich die Ückeritzer nicht auf. Immer wieder Schäfer, Rose und Mehling versuchten alles, doch es fand kein Ball mehr den Weg ins Greifswalder Gehäuse. Als nach dem 1:4 in der 71. Minute alles entschieden schien, sorgte ein Wechselfehler der Gäste für Aufsehen. Eine falsche Trikotnummer sorgte für anschließende Diskussionen, die die Gastgeber zumindest veranlasst hat, gegen das Ergebnis Einspruch einzulegen. Denn es war eben der bereits ausgewechselte Spieler, der den berechtigten Foelelfmeter in der 80. Spielminute verwandelte. Erst jetzt waren alle Messen gesungen, kurz vor dem Ende erhöhte Greifswald dann noch auf den Endstand von 1:6. Zum Schluss musste die kampfstarke Heimelf dem hohen läuferischen Aufwand Tribut zollen.

Angesichts der hochkarätigen Ausfälle hatten sich die Ückeritzer heute eigentlich mehr vorgenommen. Doch die Greifswalder, mit 2 extrem guten Stümern aus der Oberliga(!) verstärkt, wollten heute nichts dem Zufall überlassen. "Spieler dieser Klasse kannst Du in der Kreisliga nicht ausschalten. Es ehrt uns zwar, dass man die Ückeritzer in Greifswald so schätzt, doch die Wettbewerbsverzerrung war heute allzu deutlich", lautet Bensemanns Kommentar.

Was positiv stimmt: Nach dem Spiel fand sich die Truppe noch einmal zusammen und sprach sich gegenseitig Mut zu. In 2 Wochen Wochen wird Dersekow für die Vorführung hinhalten müssen. Mit voller Kapelle, intensivem Training und einer gehörigen Portion Wut im Bauch wird dann in der Waldstraße zum Angriff geblasen.

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